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23.05.19: 9. Klassen besuchen Drogenpräventionsveranstaltung „Drogen - ohne mich!“

Drogen - ohne mich 5/19Bericht und Fotos: Herr Rieder

Anlässlich des Weltdrogentags 2019 gab die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Konsum von Cannabis bei jungen Menschen zwischen 12 und 25 Jahren in Deutschland seit 2016 weiter angestiegen sei. So haben 2018 8,0 % der Jugendlichen in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen angegeben, Cannabis mindestens einmal in den letzten zwölf Monaten konsumiert zu haben. Eine deutliche Steigerung gegenüber noch 4,6 % im Jahr 2011. Kein Grund also, Entwarnung zu geben oder gar die Aufklärung zurückzufahren, gilt doch gerade Cannabis – fälschlicherweise als ungefährlich angesehen- durchaus als Einstiegsdroge, deren Konsum mit schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Aufklärung tut also weiter Not. Gut also, dass dies das Leibniz-Gymnasium im Rahmen seiner Präventionsarbeit seit vielen Jahren nun schon in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Krankenhaus Primasens, der Polizeidirektion Pirmasens und der Jugend- und Drogenberatung Pirmasens mit seinen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufe 9 in Form der Aufklärungsveranstaltung „Drogen - ohne mich!" tun kann.

So war am 23.05.2019 die gesamte Jahrgangsstufe 9 im Städtischen Krankenhaus Pirmasens, wo sie in verschiedenen Teilveranstaltungen über die medizinischen Auswirkungen des Drogenkonsums, über die strafrechtlichen Folgen des Drogenerwerbs und des Drogenkonsums und über die Ursachen des Drogenkonsums und begleitenden und unterstützenden Hilfsangebote für Betroffene informiert wurden bzw. die Thematik in Workshops aufbereiten durften.

Im ersten Teil, der für alle Klassen gemeinschaftlich stattfand, informierte Herr Kunz von der Jugend- und Drogenberatung stellvertretend für einen Vertreter des Städtischen Krankenhauses über die Wirkung von Drogen und Suchtstoffen auf den menschlichen Körper. Hierbei gelang es Herrn Kunz sehr anschaulich über die verschiedenen Drogen und deren Folgen für den Körper aufzuklären.

In zwei Workshopgruppen aufgeteilt erhielten dann die Schülerinnen und Schüler Einblicke in weitere Aspekte des Drogenkonsums. In dem von der Polizeidirektion Pirmasens, vertreten durch den Polizeikommissar Andre Engelhorn und die Polizei-Anwärterin Katrin Willer, betreuten Workshop „Illegale Drogen, strafrechtliche Folgen nach Drogenerwerb, persönliche Folgen nach Drogenkonsum" wurden den Schülerinnen und Schülern sehr deutlich die strafrechtlichen Konsequenzen des Drogenkonsums erläutert. Eingeleitet wurde dies jedoch zuerst durch einen die zwischenmenschliche Ebene ansprechenden Film mit dem Titel „Du fehlst!", in dem Jungendlich ihre Gedanken zu einem bei einem Verkehrsunfall in Folge Alkoholkonsums getöteten Freund äußern. Über diesen emotionalen Einstieg wurde dann der Bogen geschlagen von Alkohol und anderen Drogen im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeuges im Straßenverkehr, Informationen zu Drogentests bis hin zu den Folgen für den Erwerb einer Fahrerlaubnis oder entsprechenden Eintragungen in polizeilichen Führungszeugnissen. Die Polizeibeamten konnten natürlich ihre sachlichen Ausführungen sehr gut mit Erfahrungen aus ihrem Berufsalltag untermauern.

Herr Kunz und Herr Carter von der Jugend- und Drogenberatung Pirmasens gestalteten parallel den Workshop „Beratung, begleitenden und unterstützende Hilfen für Betroffene". Nach einer kurzen Vorstellung der Jugend- und Drogenberatung, gelang es ihnen in einer sehr interessanten und kreativen Gestaltungsform die Schülerinnen und Schüler zu einer regen Teilnahme zu motivieren. In der Mitte des Sitzkreises wurde eine Diskussionsrunde zu dem Thema „Jung sein in Pirmasens" eingerichtet. Fest gesetzt waren 4 Schülerinnen und Schüler und Herr Kunz als Moderator dieser „Talkrunde". Ein sechster Stuhl wurde im Wechsel von Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrern, besetzt, die sich mit einem Statement an der in der Runde laufenden Diskussion einbringen wollten. Hierbei setze Herr Kunz unterstützt durch Herrn Carter aus dem Plenum immer wieder durch zu ergänzende Halbsätze wie „Rauchen ist cool, weil ...", „Richtig gut drauf bin ich, wenn ...", „Wenn ich Probleme habe, wende ich mich an ...", „Wenn Freunde von mir betrunken waren, dann fand ich das ...", „Ich finde es völlig normal, wenn man mit 15 ...", „Zu einer richtigen Party gehört...", oder gar „Wenn einer beim Kiffen erwischt wird, der sollte ..." Diskussionsimpulse, die sehr intensiv aufgegriffen wurden und dabei auch dazu führten, dass durchaus konträre Meinungsgruppen sich herauskristallisierten. Auch bei der Frage, ob Cannabis legalisiert werden sollten, zeigten die Schülerinnen und Schüler eine sehr differenziertes Meinungsbild, das fern von pauschalisierenden Formulierungen war und durchaus schon mit einer gewissen Hintergrundinformation versehen war. Ebenso heiß diskutiert war die Frage, ob auf Abschluss-Klassenfahrten von 10. Klassen Alkohol erlaubt sein sollte oder nicht. Hier durfte sogar die begleitende Lehrkraft ihre Position bzw. die einer verantwortlichen Schule erläutern.

Wie schon erwähnt war diese Form des Workshops eine sehr gelungene, da die Schülerinnen und Schüler zu Beiträgen und Stellungnahmen bewegt wurden und man sehr schnell den Eindruck hatte, sich von der vielleicht anfänglich anmutenden Rollenspiel-Situation einer Talkrunde gelöst zu haben.

Das Leibniz-Gymnasium bedankt sich beim Städtischen Krankenhaus Pirmasens, das den Rahmen für diese Veranstaltung gestellt und auch die Schülerinnen und Schüler in der Pause mit Getränken und einem Imbiss versorgt hat. Darüber hinaus bedanken wir uns auch bei der Polizeidirektion Pirmasens, die zwei Beamte für diese Veranstaltung freigestellt hat. Nicht zuletzt gilt unser Dank auch den Vertretern der Jugend- und Suchtberatung Pirmasens, Herrn Kunz und Herrn Carter, die sich wirklich sehr gut in gewohnter Art auf die Schülerinnen und Schüler einlassen konnten.

Insgesamt hoffen wir, den Schülerinnen und Schülern mit diesem Baustein aus dem Drogenpräventionsprogramm des LGP Hilfestellungen und Anregungen bzw. Motivationen zu einem möglichst drogenfreien Lebensweg gegeben zu haben.

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