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19.03.19: Artikel der Rheinpfalz zur AfD-Anfrage

Schulleiter Thomas MohrZur heutigen (19.03.19) Berichterstattung der Rheinpfalz zur Anfrage der AfD im Landtag möchte ich etwas zur Versachlichung der ausgelösten Diskussion beitragen. Ich bitte Sie auch, sich selbst ein Bild von der ursprünglichen Anfrage des Abgeordneten Joachim Paul (AfD) aus Koblenz zu machen, die Sie mit der Antwort des Ministeriums [hier] nachlesen können.

In der Anfrage und auch durch die Artikelüberschrift der Rheinpfalz wird ein Problem suggeriert, das so in der Schulgemeinschaft nicht existiert. Gerade in der Orientierungsstufe (5./6. Klasse) sind sicherlich noch große Leistungsunterschiede der Schülerinnen und Schüler festzustellen; die Grenzen verlaufen hier aber nicht zwischen "Deutsch" und "Migrant".

Kindern individuell zu helfen (zu fördern und zu fordern), ist eine Herausforderung, der wir uns am Leibniz gerne stellen. Es wird in der Anfrage suggeriert, dass es dabei spezielle Hilfsangebote nur für "Migranten" gibt. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern verschiedene Möglichkeiten der Hilfe an (die erwähnte Hausaufgabenbetreuung, die Rechtschreib-AG und vieles andere). Diese Angebote finden sich aber auch am "anderen Ende" des Leistungsspektrums, z.B. durch Arbeitsgemeinschaften für besonders interessierte Kinder in Robotik oder bilingual in Biologie. Die Herkunft der Kinder spielt dabei nie eine Rolle.

Wir fördern zudem eine lebendige Schulgemeinschaft, in der wir uns gegen jede Form von Ausgrenzung wehren; dokumentiert z.B. in der Anti-Rassismus-AG, der AG "Jugend debattiert" oder den "Streitschlichtern" und "Cyberscouts", die von vielen Schülerinnen und Schülern getragen werden.

Ich bin stolz auf jede Schülerin und jeden Schüler, die unsere Schule wie unsere jetzigen Abiturientinnen und Abiturienten erfolgreich durchlaufen - gleich mit welchen Voraussetzungen sie zum Leibniz gekommen sind.

Thomas Mohr, Schulleiter