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28.03.17: Großes Ensemble spielt „Für immer und ewig“ von Jürgen Gallus

Für immer und ewig 3/17

Bericht: Herr Lutz, Fotos: Herr Faul

Thalia (die griechische Muse der komischen Dichtung und gleichzeitig das „Theater am Leibniz im Aufbau") brachte am 28. und 30.03.2017 die Boulevard-Komödie „Für immer und ewig" auf die Bühne des großen Musiksaals und bereitete den Zuschauern einen erheiternd-kurzweiligen Abend.

Einsetzend am Vorabend einer Hochzeit entfaltet Jürgen Gallus ein komplexes Beziehungsdrama, das die Beteiligten gleich auf mehreren Ebenen durcheinanderwirbelt. Die psychologisch fein skizzierten Charaktere des modernen Stücks werden von den Schülerinnen und Schülern textsicher und ausdrucksstark dargeboten. Die spielerische Tiefe, die sich teilweise schon im wortlos-witzigen Minenspiel der Darsteller zeigt, speist sich auch aus der souveränen Zusammenarbeit der spürbar aufeinander eingespielten Truppe.

Neben den für eine Komödie unabdingbaren Klischees und Verwirrungen enthält „Für immer und ewig" allerdings auch einige durchaus ernstgemeinte gesellschaftskritische Erkenntnisse und Ratschläge.

Die teilweise fast schon hysterische Braut Katrin (Daniela Wüstemann, MSS 13) bringt den schon lange schwelenden Konflikt zwischen Ihren Eltern, dem alten Ehepaar Helga (Nadine Gegenfurtner, MSS 13) und Franz (Eric Bahne, MSS 13) zum Ausbruch. Die von alledem einfach nur genervte Schwester Birgit (Shun Jie Yan, MSS 13), deren neuer Freund Daniel (David Kölsch, MSS 12) gleichzeitig die Jugendliebe Katrins ist, die „Männerrunde" des Vaters (Timo Bauer, MSS 13; Patrick Weber, MSS 13; und Joel Wölker, MSS 12) sowie die Weddingplanerin Saskia Hipp-Kachelschmidt (Julia Knecht, MSS 13) mit den Brautjungfern (Theresa Mohr, 10c und Saskia Ostmann, MSS11) im Schlepptau verleihen der dramatischen Handlung gehörig Schwung. Einziger Ruhepol ist die besonnene Martha Schneider (Michelle Zwipf, MSS 13), die als gute Fee des Stücks bezeichnet werden kann.

Neben den Helfern hinter der Bühne (Darién Graber, 10b und Vanessa-Fee Ulrich, 10c) und der Souffleuse (Jana Wagner, MSS 13) verdient insbesondere Julia Knecht ein deutliches Lob, da sie trotz einer leichten Kehlkopfentzündung ihre auch teils herausfordernden Passagen gekonnt meistert.

Zusätzlich aufgelockert durch eine ansprechende musikalische Darbietung mit Theresa Mohr am Flügel vergeht die Zeit wie im Flug und man ist nach dem letzten Vorhang schon fast ein wenig traurig, dass die Vorstellung, anders als dem Titel zu entnehmen, nicht für immer und ewig weitergeht.

Beim Blick auf die Klassen- bzw. vor allem auf die Stufenangaben der Beteiligten wird eine weitere bittere Wahrheit deutlich: Ironischerweise geben mit einer Geschichte über den „Bund fürs Leben" insgesamt 9 (!) Abiturienten ihr letztes Stück am Leibniz-Gymnasium. Diesen Schülerinnen und Schülern sei hier im Namen der ganzen Schulgemeinschaft für ihr kontinuierliches und hochkarätiges Engagement gedankt.

Das Publikum war von der dramaturgischen Leistung hellauf begeistert und belohnte die Darsteller mit frenetischem Beifall.

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